Randnotizen – Heiko Rehberg öffnet sein WM-Tagebuch

Randnotizen – Heiko Rehberg öffnet sein WM-Tagebuch

Presseartikel: „Randnotizen – Heiko Rehberg öffnet sein WM-Tagebuch“ [Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ), (Heiko Rehberg), 16.06.2010]

VON HEIKO REHBERG

Es gibt viele spannende, lustige, aberwitzige Geschichten bei einer WM, jeden Tag liegen sie wie Muscheln am Strand herum, man kann gar nicht alle mitnehmen.

Randnotizen – Heiko Rehberg öffnet sein WM-Tagebuch [Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ), 16.06.2010, Heiko Rehberg]

Ein japanischer WM-Sieg durch einen Mann namens Honda. Ein deutscher Nationalspieler namens Müller, der sagt, dass es schwierig sei, einen Fußballer zu finden, „der ähnlich komisch spielt wie ich“. Der Dauerärger mit Uwe Seeler. Dazu große Fragen: Warum spielen in Ländern wie England oder Paraguay Feldspieler im Tor? Und wo steckt eigentlich Zakumi, Südafrikas Turnier-Maskottchen? Im Tagebuch geht es heute um die großen WM-Themen Vertrauen und Glauben. Es gibt nichts Schöneres als das Gefühl, dass jemand an einen glaubt, dass er einem vertraut. So wie zum Beispiel Joachim Löw seinem Stürmer Miroslav Klose. Oder wie ein Sohn seinem Vater. Klose hat in der vergangenen Bundesligasaison fast nie für die Bayern gespielt und fast nie getroffen, trotzdem hat ihn der Bundestrainer bei der WM aufgestellt. Und plötzlich trifft er wieder. Ich habe in der vergangenen Bundesligasaison fast nie ein 96-Spiel richtig getippt, meine Freunde bitten mich nur um Vorhersagen, um dann einfach genau umgekehrt zu tippen. Eine, wie sich im Laufe der Zeit gezeigt hat, nicht unerfolgreiche Methode. Wessen Selbstvertrauen derart am Boden liegt, der freut sich über eine E-Mail aus der Heimat. „Hallo Pappa, könntest du mal für mich die näxten Spiele tippen. Danke, Gianlucal“. Okay, auch der kleine Mann macht Tippfehler, aber es sind ja bald Ferien. Und wichtig ist doch, dass da ein Sohn an seinen Vater glaubt, besonders dann, wenn es darauf ankommt wie jetzt. Bei uns im Dorf gibt es diesmal nämlich eine Weltneuheit. Public Viewing in Kirchhorst, direkt am Pfarramt. Und es gibt ein Tippspiel. Man trägt die Ergebnisse der nächsten Spiele ein und kann etwas gewinnen. Einen großen Deutschland-Hut zum Beispiel. ist es nicht wunderbar, dass der eigene Sohn in diesem Moment an seinen Vater in Südafrika denkt? Na klar, das ist toll. Aber dieser Druck! Wenn Klose nicht getroffen hätte, dann hätte Löw auch blöd aus der Wäsche geguckt.

Was, wenn jetzt der Deutschland-Hut an die Ortsbürgermeisterin geht, nur weil Pappa versagt? Ich habe ihm gestern meine Tipps zurückgemailt: Honduras – Chile 0:1, Spanien – Schweiz 2:1, Südafrika  – Uruguay 1:1, Deutschland – Serbien 2:2.

Wie ich aus sicherer Quelle erfahren habe, steht auf der Tafel am Pfarrhaus hinter dem Namen Gianluca folgender Tipp: Deutschland – Serbien 2:0.

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Andreas Dr. Glombik

Andreas ist seit 2002 Mitglied des Organisationsteams "Kirchhorster Zehntfest" und "Zehntfest.Events". Er ist für die Gesamtkoordination und die Gruppen, Vereine und Organisationen verantwortlich.

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